KURZGESCHICHTEN, KRITZELEIEN & KARTOONS

Post von Erich Mielke

Ich bin mir nicht mehr sicher, ob Erich Mielke mir jemals einen Brief, eine Postkarte oder ein Telegramm geschickt hat und auch nicht, ob er meine Begeisterung für Anagramme teilte oder ob ich mir das nur zusammengesponnen habe. Eine E-Mail, SMS oder MMS hat er mir jedenfalls nie geschickt. Da hat er sich gegen gesträubt. Und auch Flaschenpost mochte er nicht (wahrscheinlich wegen des Untergrund-Hits „Flaschenpost vom Klassenfeind“ von der Punkband Plauener Pogoplauzen). Aber wie dem auch sei, so zum Beispiel könnte eine Nachricht ausgesehen haben, welche ich einmal von Mielke bekommen haben könnte:

He Meikel Neid,

Eh Grafen fragen, raufen Frauen, drohen Horden.

Dein Mielke


Heute: Die Surfpoeten im Klub der Republik mit Ruth, Tube, Konrad, mir und als Gast Kaspar Franziska Hauser

22. Februar 2017
Post von Erich Mielke

Die Nachbarn kucken schon

Merke: Wenn es draußen regnet und du den Arm aus dem Fenster streckst, um herauszubekommen wie stark es draußen regnet, drehe die Handinnenfläche immer nach oben. Immer. Nach. Oben. Andernfalls sind nicht nur Probleme mit den Nachbarn vorprogrammiert, nein, es könnte auch sein, dass der Verfassungsschutz eines Tages an das Türchen von deinem Kämmerlein klopft.


Ttip für heute Abend: Saal Slam im Heimathafen Neukölln u. a. mit mir

21. Februar 2017
Die Nachbarn kucken schon

Bericht aus dem Elendsviertel

Es ist beschämend! Nicht einmal für die einfachsten Dinge reicht es im Elendsviertel. Die Menschen verrichten ihre Notdurft in Mülleimern, Blumenkübeln und Briefkästen. Und wer kann es Ihnen verübeln? Sie können ja nicht anders. Sie müssen ja.  In Im Im den Prenzlauer Berg wurde vor ein oder zwei Jahren in einer ehemaligen öffentlichen Bedürfnisanstalt ein Café eröffnet. In diesem Café aber, so musste ich heute feststellen, gibt es keine Toilette. Ich werde mir in Zukunft für Ausflüge in den Prenzlauer Berg ein Klo-to-go mitnehmen. Die sind ja zum Glück auch nicht mehr so sperrig, die modernen Klo-to-gos, und passen locker in jeden juten Beutel.

Vorschlag für heute: Alle Cafés in Prenzlauer Berg zu öffentlichen Toilettenhäusern umbauen.

17. Februar 2017
Bericht aus dem Elendsviertel

Dann eben nicht

Entgegen aller Erwartungen werde ich nun wohl doch nicht Bundespräsident. Bleibt natürlich noch die Wahl morgen abzuwarten, aber es zeichnet sich jetzt schon ab, dass der Walter-Frank das Rennen machen wird. Er wird das Rennen machen und danach dann nichts mehr. Fünf Jahre nichts tun. Das finde ich ungerecht! Denn im Nichtstun kann ich dem Walter-Frank locker das Wasser reichen. Dämlich in Kameras grinsen, winken und Hände brechen schütteln kann ich auch. Aber gut, ich will mich nicht weiter grämen, soll der Walter-Frank doch ins Barbie Dreamhouse Schloss Bellevue einziehen. Und dann werden wir ja mal sehen, wie hier alles den Beach runter geht (Hawaiianische Redensart). Ich werde heute intensiv nichts tun, abends sogar live.


Heute: Kantinenlesen mit Dan Richter, Uli Hannemann, Andreas Gläser, Georg Weisfeld und moi

11. Februar 2017
Dann eben nicht

Seit 72 Jahren warte ich

Bis heute wurde ja nicht zweifelsfrei bewiesen, dass Hitler nur einen Hoden hatte. Litt er an Monorchie oder doch nur an einer Lageanomalie des Hodens? Die Einen sagen so, die Anderen so. Ein Jugendfreund Hitlers zum Beispiel behauptete, Hitler sei als Kind beim Versuch in das Maul eines Ziegenbockes zu strullen der halbe Penis abgebissen worden. Das allerdings ist völliger Nonsens. Denn als gesichert gilt, dass Hitler einen Penis hatte. Nur einen muss man allerdings sagen. Denn eins ist ja nicht viel, beispielsweise im Vergleich zu zwei (Vgl. Hemipenis der Schuppenkriechtiere) oder drei (Vgl. Triplopenis der Flechtenschleichtiere). Andererseits wenn man annimmt, dass es theoretisch möglich wäre eine unendliche Menge an Penissen zu haben und auch eine unendliche Menge an Penissen nicht zu haben, dann läge Herr Hitler mit seinem einen Penis immerhin über dem Durchschnitt, welcher ja bei Null liegt. Wie dem auch sei, eigentlich wollte ich ja darauf hinweisen, dass ich heute in den Wedding fahre. In einen Bezirk also, der seine Bekanntheit größtenteils der Heulboje Sängerin Juliane Wedding verdankt, die dem Stadtteil 1975 mit ihrer Ghetto-Hymne „Wedding denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkstein brutales Denkmal gesetzt hat. Und wenn du dich jetzt fragst, Juliane Wedding, war der ihr Produzent nicht Peter Meisel gewesen? Ja, das ist richtig! Und war Peter Meisel nicht mit Inge Meisel verheiratet gewesen? Leider falsch. Peter Meisel war mit Irmtrud Meisel verheiratet und Inge Meysel schreibt sich Inge Meysel.


Heute Abend: Kleinkunst macht auch Mist in der Analog Bar im Wedding (Offene Wunde Bühne, wahrscheinlich mit Musik, Tanz, Harakiri und Jonglage, auf jeden Fall aber werde ich ein paar Geschichten vorlesen)

1. Februar 2017
Seit 72 Jahren warte ich

Als Sieger aus der Diskussion

Bis heute ist meine Freundin ja der Meinung, ich sei faul. Dabei ist dem gar nicht so. Ich arbeite einfach nur gern ergebnisorientiert. Und jetzt nur mal als Beispiel, also putzen, da sieht man zwar ein Ergebnis nach dem Putzen, aber wie lange das hält, da sind doch kurz nach dem Putzen schon wieder Staubflusen auf der Klobrille oder Schamhaare im Bücherregal. Dieser kurze Moment, also jetzt nicht nur in Relation zum Alter des Universums, aber auch, jedenfalls das ist mir einfach zu wenig. Da putze ich lieber nicht. Und immerhin bin ich nicht Donald Trump, da kann meine Freundin ja froh sein. „Wieso Donald Trump?“ will meine Freundin wissen. „Bist du etwa nicht froh, dass ich nicht Donald Trump bin?“ „Doch, aber was hat das mit dem Putzen zu tun?“ „Das liegt doch wohl auf der Hand: Der Trump Tower. Was meinst du, wie das da aussieht, wenn der Trump da mal nicht saubermacht. Und ich vermute jetzt mal, der Trump, also wenn ich ihn nicht völlig falsch einschätze, der macht niemals nicht nirgendwo sauber.“ „Welchen Tower meinst du eigentlich? Den Trump Tower oder den Trump World Tower?“ „Der hat zwei?“ „Der hat über zehn.“ „Bäh! Also ich hab ja nun wirklich kein Problem mit ein klein wenig Unordnung, aber bei der Vorstellung von so vielen schimmligen stinkenden Türmen, da wird mir jetzt schon irgendwie anders.“ „Die Türme stinken nicht!“ „Woher willst du das wissen?“ „Trump hat eine Putzfrau.“ „Eine Putzfrau, eine Putzfrau, mir scheint, in letzter Zeit ist eine Putzfrau die Antwort auf alle Fragen und Probleme. Warum riecht es bei unseren Nachbarn nicht nach Fuß? Eine Putzfrau! Wie spät ist es? Eine Putzfrau! Wer wird Bundeskanzler? Eine Putzfrau! Hättest du mal Lust auf eine Dreier? Eine Putzfrau!“ „Unsere Nachbarn haben wirklich eine Putzfrau.“ „Drunter oder drüber?“ „Alle unsere Nachbarn haben eine Putzfrau.“ „Eine Putzfrau, eine Putzfrau. Willst du mich heiraten?“ „War das gerade ein Antrag?“ „Nein, eine Putzfrau!“ „Idiot! Was hast du eigentlich gegen Putzfrauen?“ „Rein gar nichts. Ich habe nichts gegen Putzfrauen, ich habe nichts gegen Putzmänner und ich habe auch nichts gegen Putzfische. Ich finde lediglich, dass niemand dazu gezwungen sein sollte, sein Geld mit so einer deprimierenden Arbeit zu verdienen.“ „Ich finde putzen nicht schlimm.“ „Dann mach du doch die Wohnung sauber!“ „Was meinst du denn, wer das immer macht?“ „Ich vermute du, aber du machst das freiwillig. Das ist etwas Anderes. Mir ging es darum, dass Menschen dazu gezwungen sind Arbeiten zu verrichten, die…“ „Kommt jetzt wieder das Bedingungslose Grundeinkommen?“ „Ja natürlich.“ „Ich habe das Gefühl, wir drehen uns im Kreis.“ „Und? Ist doch schön sich im Kreis zu drehen. Deine Tochter weiß das zu schätzen. Und Kati Witt, früher jedenfalls.“ „Katarina Witt hat auch eine Putzfrau.“ „Echt? Die Kati Witt? Na egal, mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen…“ „Würde die Putzfrau freiwillig bei Katarina Witt saubermachen?“ „Ja genau!“ „Also würdest du bei uns zu Hause auch mehr saubermachen wenn es ein Bedingungsloses Grundeinkommen gäbe?“ „Ich, ähm, also ich schätze, ich würde, ähm, ja das würde ich. Ich hätte ja dann mehr Zeit. Weil ich nicht gezwungen wäre…“ „Dann fang doch schon mal an!“ „Aber es gibt doch noch gar kein – Ach du meinst, wenn ich hier anfange zu putzen, dann tue ich einen Schritt in die richtige Richtung, für eine Zukunft, in der niemand mehr dazu gezwungen ist..“ „Exakt!“ „So habe ich das noch gar nicht betrachtet. Dann werde ich gleich mal anfangen. Ach so, eine Frage noch, wenn ich jetzt hier gleich loslege, bist du dann überzeugt vom Bedingungslosen Grundeinkommen?“ „Ja, das wäre schon möglich. Hängt natürlich davon ab, wie sehr du dir Mühe gibst.“ „Ich streng mich an!“ Und dann wische, schrubbe und wedele ich, wie ich noch nie zuvor gewischt, geschrubbt und gewedelt habe. Für eine bessere Welt und natürlich mit dem guten Gefühl mal wieder als Sieger aus einer Diskussion hervorgegangen zu sein.


Ttip für heute Abend: Die Surfpoeten lesen beheadsettet in der Amerika-Bedenkbibliothek

31. Januar 2017
Als Sieger aus der Diskussion

Schnelligkeit ist meine Stärke

Kaum sieben Jahre ist es her, dass ich mir vornahm, mir eine neue Internetseite zu basteln. Und nun ist es schon soweit. Sie ist da. So schnell hätte ich das alleine natürlich nicht geschafft. Mein Dank gilt den Herren von systemweg und vor allem Ossig Design. Ihr, liebe Besucher könnt euch jetzt mal umschauen auf der neuen Seite. Es gibt ein Blog (hier), einen tippi toppi Veranstaltungskalender, ihr könnt euch in den Neidletter eintragen und natürlich Bilder ansehen und Geschichten lesen.

Viel Spaß wünscht Meikel

 

 

 

 

 

 

26. Januar 2017
Schnelligkeit ist meine Stärke

Test 1

Blogeintrag Test. Fett gedruckt geht. Kursiv auch.

Linksbündig.

Rechtsbündig.

Zentriert.

Scheint alles zu funktionieren. Lirum, larum. Der Fänger im Roggen. Schnick, schnack, schnuck. Pipapo, sowieso. Was ist der Sinn des Lebens? Schnulli Pulli! Ha ho he. Zappzarapp. It’s the final countdown. Oar nee, Ohrwurm jetzt. Na na na na na na. Na na na na na. La la la la la la. La la la la la.

Notiz: Beitrag löschen, bevor die Seite online geht. Nicht stehen lassen. Löschen!

25. Januar 2017
Test 1