KURZGESCHICHTEN, KRITZELEIEN & KARTOONS

Thorsten

Der 3. November, ein historischer Tag. Heute vor dreihundert Jahren nämlich fand auf einer Lichtung im Westerwald die erste historisch belegte Thorstenschlacht unter Beteiligung einiger hundert Thorsten aus ganz Deutschland statt. Interessant ist dabei die für damalige Verhältnisse fortschrittliche Zusammensetzung der an der Thorstenschlacht beteiligten Thorsten. 60 % männlich, 30 % weiblich, 8% Ameisen sowie 2 % Hornspäne. So jedenfalls wird es in einem Thorstendiagramm in den Aufzeichnungen des Chronisten Thorsten Heber dargestellt. Der Historiker Thorsten Guss hält die Aufzeichnungen für echt, erklärte allerdings, dass er 30% weibliche Thorsten für etwas hochgegriffen halte, statt 8% Ameisen vermutet er eher 5% Ameisen und 3% Hirschkäfer, mit der Menge der Hornspäne geht er aber d’accord. Wie dem auch sei, Thorstenschlachten sind ein Kulturgut und erfreuen sich auch heute noch großer Beleibtheit Beliebtheit bei Thorsten aller Couleur. Und das völlig zu Recht.


Und heute Abend: Thorstenschlacht Kantinenlesen – Das Gipfeltreffen der Berliner Lesebühnen (mit Dan Richter, Uli Hannemann, Eva Mirasol, Stephan Serin und mir)

3. November 2018
Thorsten

Achim und Micha

Achim und Micha, diese Namen, also ihr müsst die mal rückwärts lesen. Ist das nicht der Hammer? Übrigens gibt es in Deutschland eine Stadt und einen Ortsteil Namens Achim. Und früher gab es sogar noch den Landkreis Achim. Michas allerdings sucht man hierzulande auf der Karte vergebens. Wenn man allerdings in der Stadt Achim das Ortsschild rückwärts liest, na ihr wisst Bescheid. Anderes Thema: Letztens ist mir ein genialer Slogan für Dixi, also den Mobilen-Toiletten-Hersteller eingefallen, nämlich „Aus Liebe zu Scheiße“. Habe ich der Firma auch gleich für ne Million angeboten, aber die Verantwortlichen da fanden den Spruch irgendwie nicht so gut. Dabei „Aus Liebe zu Scheiße“, je öfter man das sagt, desto besser wird es, finde ich. Aus Liebe zu Scheiße. Der Slogan ist doch locker ne Million wert. Aus Liebe zu Scheiße. Vielleicht gründe ich einfach meine eigene Firma für mobile Toiletten. Hauptsitz meiner Firma wird dann in der Stadt Micha sein, die ich allerdings auch erst noch gründen muss. Es ist wirklich immer was zu tun. Einen Firmennamen brauche ich ja auch noch. Vielleicht Achim? Firma Achim aus Micha – Aus Liebe zu Scheiße. Ja, das klingt gut. Jetzt brauche ich nur noch Investoren, aber da mache ich mir keine großen Sorgen. Vielleicht wird es ja schon heute Abend was.


Heute 20 Uhr nämlich: Reformbühne in der Jägerklause u. a. mit mir als Gast

21. Oktober 2018
Achim und Micha

Der erste Schritt

Viele Menschen in Deutschland haben ja Angst vor Fremden. Also Muslimen zum Beispiel. Die haben ja ganz andere Interessen, sagen sie. Worüber soll man denn mit denen reden? Man könnte zum Beispiel über Filme reden, sage ich. Denn gerade die jüngeren Muslime schauen gerne Filme. Also falls ihr demnächst mal auf einen jungen Muslimen trefft, versucht doch mal den ersten Schritt zu machen. Fangt ein Gespräch an. Zum Beispiel über Filme. Und damit ihr wisst, was die jungen Muslime sich so anschauen, habe ich hier mal die beliebtesten Filme und Serien aufgelistet:

Wallah Texas Ranger
Die Burkabrooks
Habibi Blocksberg
Filme mit Wallah Matthau oder Allah Delon
Aisha flog übers Kuckucksnest
Karim allein zu Haus
Alle Edgar Wallah Filme
Halal für Cobra 11
Wallah und Gromit
Bibi und Jihad
Pearl Habibi
Toni Ehrenmann

Und heute Abend: 20 Uhr, Wabe-Bar: Ich lese solo u. a. aus meinem Büchlein „Liebesgrüße aus Mostrich“

16. Oktober 2018
Der erste Schritt

Die Zeit vergeht

Zwei Wochen ist meine Buchpremiere jetzt schon wieder her. Es war fantastisch, soweit ich das von der Bühne mitbekommen habe jedenfalls. Voll. Schön. Voll schön. Danke an dieser Stelle noch mal an die vielen Helfer und Besucher. Ein paar Fotos habe ich inzwischen bei Fishbone Facebook hochgeladen. Aber so schön es auch war, das Leben geht weiter. Heute zum Beispiel fahre ich nach Neukölln, höre Musik und sehe Menschen beim Eierlikör trinken zu. Nebenbei lese ich auch noch den ein oder anderen Text. Also falls ihr nicht gerade beim Marathon mitlauft, kommt doch nach Neukölln, ihr Schnuffels.


Heute 16:00 – 18:30: Matinee in der Wildenbruchbar mit u. a. Textbeiträgen von mir (Und es gibt Eierlikör)

16. September 2018
Die Zeit vergeht

Last Call

Auch wenn ich schon mehrfach darauf hingewiesen habe (und so oft soll man ja nicht laut Netiquette) und auch wenn ich diesen Text fast genauso schon bei facebook, twitter und jappy geschrieben habe (und sich selbst kopieren soll man ja nicht laut Netiquette), aber mal ehrlich Netiquette das klingt doch wie ein Light-Smoothie von Nestlé und Nestlé ist ja nun wirklich, also da müssen wir ja wohl nicht drüber diskutieren.
Also: Wer gegen Nestlé ist, kommt heute Abend zu meiner Buchpremiere in die Warte in der Marienburg! Ich lese, Ivo Lotion singt und Leo Solter führt durch den Abend.
George Clooney kommt übrigens nicht, weil der ist FÜR Nestlé. Aber Anjolina Gelee kommt vielleicht, weil die ist gegen Nestlé und außerdem liest sie immer die Berliner Woche und die hat ja über meine Buchpremiere berichtet.

Heute: Buchpremiere „Liebesgrüße aus Mostrich“ mit Ivo Lotion, Leo Solter und mir

1. September 2018
Last Call

Man lernt nie aus

Während meines BWL-Studiums Gestern habe ich ein neues, also für mich neues, Wort gelernt. Und zwar Stagflation. Ein Kofferwort aus „Stagnation“ und „Inflation“. Erfunden haben sollen das Wort das ehemalige britische Topmodel Kate Moss der ehemalige britische Finanzminister Iain Macleod und John Overcountry. John Overcountry (gebürtig Johann Überland), der 1965 aus der DDR nach Großbritannien türmte, wuchs in einem Kinderheim in der Nähe von Jena auf und gründete dort mit einigen anderen Jungen den planwirtschaftskritischen Geheimbund „Die Wirtschaftswaisen“. Der Geheimbund flog auf, nachdem eines seiner Mitglieder (Jörg Zwitscher) für eine Ablösesumme von zwei Bananen und einer Ananas von den Wirtschaftswaisen zur Stasi gewechselt war. Die meisten Mitglieder des Geheimbundes landeten im Knast in Bautzen und mussten bis zum Fall der Mauer Senfkörner sortieren (die schlechten ins Kröpfchen, die guten ins Töpfchen). Johann Überland aber gelang die Flucht nach England (über Eritrea, die Osterinseln und die Antarktis), wo er seine Liebe zu den im Königreich als „suitcasewords“ bekannten Kofferwörtern entdeckte. Fun Factory: Ursprünglich sollte das Kofferwort aus Stagnation und Inflation „Infnation“ heißen, wurde aber aus Angst vor einem Atomschlag (die USA, als Land mit den weltweit meisten Pflichtimpfungen bezeichneten sich gern als „Impfnation“ und hatten ihrem Nachbarland Mexiko aufgrund der Ähnlichkeit von „Mexiko“ zum Namen des US-Bundesstaates „New Mexico“ schon desöfteren mit Vernichtung gedroht) als „Stagflation“ bekannt. Welch ein Glück, denn sonst wäre es wohl nie zu dem berühmten Zweizeiler des britischen Dichters Ed Kilimeen gekommen, welcher noch heute über der Eingangstür zur Herrentoilette in der Bibliothek der University of Oxford prangt:
Zur Abwehr einer Stagflation
Hilft selten eine Flakstation


TTIP für heute Abend: 20:30 Uhr, Frannz-Club, Peace, Love & Poetry mit u. a. Ahne und mir

14. August 2018
Man lernt nie aus

Buchpremiere

Kinder, zückt die Kalender, besorgt euch einen Babysitter, kauft euch elegante Abendgarderobe bei Aldi oder Manufaktum und kommt am 1. September zur Premiere meines Buches „Liebesgrüße aus Mostrich“ in die Warte in der Marienburg. Ivo Lotion singt, ich lese und Leo Solter moderiert durch den Abend. Es wird kolossal!

Hier die harten Fakten:

Buchpremiere
»Liebesgrüße aus Mostrich«
01.09.2018, 20 Uhr
Warte in der Marienburg
Marienburger Str. 16
10405 Berlin
Einlass: 19 Uhr
Eintritt: 8 € • Nur Abendkasse

Link zur Veranstaltung bei facebook

 

30. Juli 2018
Buchpremiere

Aufgeweckt

Aufgeweckt wurde ich heute morgen von zwei Elstern, die sich sich lautstark unterhielten, worüber genau, also ich kann da nur vermuten, aber vermutlich ging es um den Leergutengpass. Also gerade bei Bier, da könnte es eng werden. Also in den Brauereien, dort wo das Bier abgefüllt wird, dort gibt es zu wenig. Wegen der WM und auch weil es jetzt ja immer so warm ist (Merke: wenn es sehr warm ist, wird mehr Wasser Bier als üblich getrunken), da haben wir uns ja alle die Bude mit Kästenweise Bier zugestellt, aber (jetzt kommt’s): Man muss die Kästen mit den leeren Pullen dann auch wieder abgeben, weil (jetzt kommts noch mal): Die Flaschen die nicht im Umlauf sind, die fehlen dann am Ende bei der Abfüllung (Tippp: Siehe auch Mehrwegsystem). Bierflaschen, da können ja nicht so einfach über Nacht, Millionen von hergestellt – die sind ja alle mundgeblasen oder handgeschöpft oder was weiß, ich jedenfalls es gibt zu wenig Flaschen in diesem Land! Also ich bin ja fein raus, heute Abend jedenfalls, weil da lese ich im Schokoladen und dort haben sie glaube ich Gläser oder zumindest Teller aus denen man sein Bier schlürfen kann.


TTIP für heute Abend: 21:30 Uhr, Liebe statt Drogen im Schokoladen mit Martin Goldenbaum und mir zu Gast

24. Juli 2018
Aufgeweckt

Knöterich

Ich bin zurück aus dem Urlaub, der natürlich, wie eigentlich immer zu kurz war und was soll ich sagen, Urlaub eben. Sonne, Meer, Sand im Schlüpper, ihr kennt das ja. Der Urlaub war aber nicht nur schön, also außer das mit dem Sand im Schlüpper, sondern auch informativ. Ich habe nämlich den Knöterich schätzen gelernt. Klar, er sieht gut aus, aber das sticht einem ja sofort ins Auge, was aber noch viel interessanter ist, ist was er kann. Er kann nämlich sich ausbreiten. In unserem Ferienhaus, dort wo er vor dem Haus wuchs, hat er sich unter dem Fundament des Hauses durchgearbeitet und kam dann im Haus hinter dem Sofa hervorgewachsen. Von wegen „Hallöchen, wie geht’s, wie steht’s, vielleicht kennt ihr mich, ich bin der Knöterich, der Pflanzenkollege von vor dem Haus, aber ab jetzt bin ich auch in dem Haus. Könnt ihr gar nichts gegen machen. Versucht ruhig ein paar Triebe auszureißen, mir egal, ich habe meine Wurzeln schon überall.“ Zu Hause, also auf dem Hof bei mir, da wächst auch so ein Knöterich, in einem Blumentopf. Also der Blumentopf ist eigentlich nur noch Dekoration, weil der Boden des Topfes, den hat der Knöterich schon gesprengt. Also falls ich mich bald nicht mehr melde, dann hat der Knöterich das Haus, in welchem ich wohne, zum Einsturz gebracht.

Heute Abend aber erstmal: La Luz, 20:30 Uhr, Die Brauseboys mit mir als Gast

19. Juli 2018
Knöterich

Drei auf einem Baum

Liebes Internet,

morgen fahre ich in den Urlaub. Ich wollte nur, dass du Bescheid weißt, weil man weiß ja nie. Ich schreib dir dann vielleicht nicht so häufig bzw eher gar nicht. Ich habe vorm Urlaub alles erledigt soweit: Müll runtergebracht, Wäsche aus der Maschine geholt, Fenster geschlossen, Basilikum gegossen und runtergeschnitten. Heute übrigens habe ich drei Eichhörnchen (gleichzeitig) auf einem Baum gesehen. Zwei davon haben diniert und eins hat gepopelt. Glaube ich jedenfalls. Das saß so weit oben im Baum. Könnte auch sein, dass es sich mit den Krallen hinter den Ohren gekratzt hat. Nun aber zu einem ganz anderen Thema: Mein Buch ist natürlich weiterhin erhältlich, auch wenn ich im Urlaub bin. Für Selbstabholer in Berlin: zum Beispiel bei Farbenklitsch & Friends (Husemannstr. 3), im Absinth Depot (Weinmeisterstr. 4) und bei Dussmann. Für Internetbesteller: zum Beispiel beim Verlag (portofrei), bei meinen Freunden von HHV (Buch inkl. Sticker) und weiterhin auch bei mir (für die wo mit Widmung wollen).

PS: Liebes Internet, falls du dich gefragt hast ob es denn eine Buchpremiere geben wird, ja die wird es geben und zwar am 1. September. Weitere Infos folgen.

PPS: Falls jemand mal ein Eichhörnchen auf drei Bäumen (gleichzeitig) sehen sollte, ach egal, ich brauche Urlaub.

1. Juli 2018
Drei auf einem Baum