KURZGESCHICHTEN, KRITZELEIEN & KARTOONS

Knöterich

Ich bin zurück aus dem Urlaub, der natürlich, wie eigentlich immer zu kurz war und was soll ich sagen, Urlaub eben. Sonne, Meer, Sand im Schlüpper, ihr kennt das ja. Der Urlaub war aber nicht nur schön, also außer das mit dem Sand im Schlüpper, sondern auch informativ. Ich habe nämlich den Knöterich schätzen gelernt. Klar, er sieht gut aus, aber das sticht einem ja sofort ins Auge, was aber noch viel interessanter ist, ist was er kann. Er kann nämlich sich ausbreiten. In unserem Ferienhaus, dort wo er vor dem Haus wuchs, hat er sich unter dem Fundament des Hauses durchgearbeitet und kam dann im Haus hinter dem Sofa hervorgewachsen. Von wegen „Hallöchen, wie geht’s, wie steht’s, vielleicht kennt ihr mich, ich bin der Knöterich, der Pflanzenkollege von vor dem Haus, aber ab jetzt bin ich auch in dem Haus. Könnt ihr gar nichts gegen machen. Versucht ruhig ein paar Triebe auszureißen, mir egal, ich habe meine Wurzeln schon überall.“ Zu Hause, also auf dem Hof bei mir, da wächst auch so ein Knöterich, in einem Blumentopf. Also der Blumentopf ist eigentlich nur noch Dekoration, weil der Boden des Topfes, den hat der Knöterich schon gesprengt. Also falls ich mich bald nicht mehr melde, dann hat der Knöterich das Haus, in welchem ich wohne, zum Einsturz gebracht.

Heute Abend aber erstmal: La Luz, 20:30 Uhr, Die Brauseboys mit mir als Gast

19. Juli 2018
Knöterich

Drei auf einem Baum

Liebes Internet,

morgen fahre ich in den Urlaub. Ich wollte nur, dass du Bescheid weißt, weil man weiß ja nie. Ich schreib dir dann vielleicht nicht so häufig bzw eher gar nicht. Ich habe vorm Urlaub alles erledigt soweit: Müll runtergebracht, Wäsche aus der Maschine geholt, Fenster geschlossen, Basilikum gegossen und runtergeschnitten. Heute übrigens habe ich drei Eichhörnchen (gleichzeitig) auf einem Baum gesehen. Zwei davon haben diniert und eins hat gepopelt. Glaube ich jedenfalls. Das saß so weit oben im Baum. Könnte auch sein, dass es sich mit den Krallen hinter den Ohren gekratzt hat. Nun aber zu einem ganz anderen Thema: Mein Buch ist natürlich weiterhin erhältlich, auch wenn ich im Urlaub bin. Für Selbstabholer in Berlin: zum Beispiel bei Farbenklitsch & Friends (Husemannstr. 3), im Absinth Depot (Weinmeisterstr. 4) und bei Dussmann. Für Internetbesteller: zum Beispiel beim Verlag (portofrei), bei meinen Freunden von HHV (Buch inkl. Sticker) und weiterhin auch bei mir (für die wo mit Widmung wollen).

PS: Liebes Internet, falls du dich gefragt hast ob es denn eine Buchpremiere geben wird, ja die wird es geben und zwar am 1. September. Weitere Infos folgen.

PPS: Falls jemand mal ein Eichhörnchen auf drei Bäumen (gleichzeitig) sehen sollte, ach egal, ich brauche Urlaub.

1. Juli 2018
Drei auf einem Baum

Aufruf

Aufruf an alle (außer den Einen da, der mir letztens die Vorfahrt genommen hat, dich will ich da nicht sehen, du Flitzpiepe!): Kommt heute Abend in die Alte Kantine zum Kantinenlesen. Dann bin ich da nicht ganz alleine. Also gut Jacinta Nandi, Heiko Werning, Frank Sorge und Dr. Jakob Hein sind auch da, aber die können nur gut vorlesen und nicht so gut zuhören. Ich werde Bücher dabei haben und selbige auch vor Ort signieren. Ihr könnt euch auch einen Laptop oder ein Tablett mitnehmen und heimlich (ohne Ton!) nebenbei Fußball kucken. Ihr könntet auch immer mal den Zwischenstand durch den Laden brüllen. Wenn ich gerade vorlese zum Beispiel. Das würde ich voll gut finden. Gestern fand ich auch was voll gut. Da habe ich nämlich einen Fetzen eines Telefonates mithören dürfen: „Kann man das nicht auch homöopathisch behandeln? Ich würde die OP gerne vermeiden.“ Ich frage mich noch immer, um was für eine OP es sich handelt. Haartransplantation, Gallenblasenentfernung, Operation Walküre oder Gehirnamputation. Vermutlich wird das ein ewiges Geheimnis bleiben. Wegen der homöopathischen Schweigepflicht.


TTIP für heute: Kantinenlesen mit Jacinta Nandi, Jakob Hein, Frank Sorge, Heiko Werning und moi

23. Juni 2018
Aufruf

Liebesgrüße aus Mostrich

Nach fast zweihundert Jahren Arbeit ist es endlich soweit: Mein erstes Buch ist fertig. Es hört auf den Namen „Liebesgrüße aus Mostrich“ und ist sehr gut. Drin sind 25 Kurzgeschichten, ein paar Gedichte, ein Vorwort von Ahne und wundervolle Illustrationen von keiner geringeren als Leni Diemke. Ihr könnt das Buch HIER für 10 € versandkostenfrei bestellen oder bei mir (E-Mail an mich) für 12 € (inklusive Versand, Widmung und schicker Sticker). Oder ihr kommt mal zu einer Lesung und holt euch da ein Exemplar ab (versandkostenfrei und ich kritzel euch auch was rein).

Ich wiederhole mich ungern, aber: Kauft das Buch. Es ist sehr gut.

Danke für die Aufmerksamkeit!

 

20. Juni 2018
Liebesgrüße aus Mostrich

Let it Bier

Vorgestern war ich ja im BKA, zur Premiere des ersten nordostdeutschen Kriminal-Musicals und das war sehr schön und unterhaltsam und lustig und zum Nachdenken anregend und überhaupt gewesen und danach waren wir noch unten neben dem BKA in einer, also vor einer, also wir haben draußen gesessen in oder eben vor einer Lokalität und dort wurde angepriesen, ich habe es leider nicht probiert, ein Getränk Namens Bierpirinha. Und weil ich das eben nicht probiert habe, darüber ärgere ich mich jetzt natürlich, vor allem weil ich zu faul bin da noch mal hinzufahren, wollte ich mal sagen, also falls da demnächst mal Jemand/in ist, also in dieser Lokalität, könnte diese/r Jemand/in nicht vielleicht mal so ein Getränk trinken und mir dann berichten, wie das schmeckt bzw. nicht schmeckt. Da wäre ich echt dankbar für!


TTIP für heute Abend: Kantinenlesen mit Ruth Herzberg, Jacinta Nandi, Paul Bokowski, Dan Richter und mir

2. Juni 2018
Let it Bier

Wannenbart

Was soll ich sagen, es ist warm draußen. Drinnnen auch. Merkt ihr ja selbst. Ich bin drin, ich bin draußen, alles fließt. Das finde ich gut. Heute Abend gehe ich zum BKA und zeige mich selbst an ins BKA zur Premiere von RACHE! Einem Kriminal-Musical von Ahne, Sedlmeir und Mareike Hube. Ich bin gespannt und finde, da solltet ihr auch hinkommen. Die haben bestimmt ’ne Klimaanlage. Also nicht die Prototypen Protagonisten auf der Bühne, sondern die vom BKA. Wie dem auch sei, ich habe ein kleines Schüttelreimgedicht verfasst. Es heißt Wannenbart. Ich find’s ganz okay.

Es war einmal ein Wangenbart
Der bat in einem Wannenbad
Um Wannen für ein Wangenbad
Vom Wannenwart der Wangenbart
Nicht aus dem Bad zu bannen ward
So wart, bat bang der Wart den Bart
Ich wart nicht, warnt der Bart den Wart
alsdann er mit ’nem Wadenbann
den bangen Wart zum waten brang
Ja, wer nichts ward, ward Wart
Rief dann und wann der Wangenbart
Beim Wangenbad im Wannenbad


TTIP für heute: 20 Uhr, BKA-Theater, Rache!

31. Mai 2018
Wannenbart

Darm-Investment

Der 19. Mai, was für ein Tag! Die letzten Tage war ich ja nicht so gut drauf, weil wir, also ich und ein paar Kinder hatten ein großes Haus mit vielen Bewohnern und Schornstein und Fahrradschuppen und, na ein tolles Haus eben, mit Kreide auf den Hof gemalt und das hat der letzte Regen dann – aber heute scheint wieder die Sonne, es ist der Feiertag der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und nationaler Informationstag für Verbraucher zum Investmentfonds-Sparen. Wie das genau zusammen passt oder ob das überhaupt, das weiß ich jetzt auch nicht. Jedenfalls werde ich das Eine oder Andere oder Beides heute Abend gebührlich (also so im Stillen, tief in mir drin) live feiern. Beim Kantinenlesen nämlich. In der Alten Kantine. Jakob Hein, Falko Hennig, Dan Richter und Giulia Enders Jacinta Nandi sind auch dabei und feiern innerlich und lesen Geschichten vor. Du würdest mir raten dort hinzukommen, wenn du ich wärest. Und ich du. Oder so ähnlich. Oder ganz anders.


Heute Abend 20 Uhr, Alte Kantine: Kantinenlesen mit den oben genannten und mir

19. Mai 2018
Darm-Investment

Endlich fertig

Über einen Monat habe ich hier schon wieder nichts geschrieben und nun kam heute morgen eine Abmahnung von Google ins Haus geflattert, dass sie mir, wenn ich nicht sofort – und das mache ich jetzt auch. Es war einfach viel los in letzter Zeit. Zum Beispiel ist mir ist ein Schüttelreim eingefallen, letztens beim Mittagsschlaf, also als ich einen Mittagsschlaf machen wollte, aber aufgrund der Gloria des mir soeben eingefallenen Schüttelreims konnte ich dann gar nicht schlafen. Dann war ich mal wieder in Görlitz, das war auch gut und außerdem, das hat natürlich die meiste Zeit beansprucht, habe ich, bevor in Kürze meine Kurzgeschichtensammlung erscheint (jetzt aber wirklich), mit Hilfe eines anonymbleibenmöchtenden Ghostwriters meinen ersten Roman verfasst. Er trägt den Titel „DSGVO“ und ihr könnt ihn euch im Footer (Gossenjargon für ganz unten auf der Internet-Seite) einfach so für lau durchlesen. Nichts zu danken, nichts zu danken! Und der Schüttelreim war übrigens folgender gewesen:
Die Schönung im Kropfe
Der Krone der Schöpfung
Ward Schonung der Kröpfe
Am Schopfe der Krönung

 

8. Mai 2018
Endlich fertig

Ei, Ei, Käpt’n

Ostersonntag und 1. April an einem Tag. Das ist wirklich unglaublich. Was das für Möglichkeiten bietet. Als wäre der 1. April mit seinen zumeist recht anspruchsvollen Scherzen nicht schon lustig genug. Man könnte zum Beispiel die Kinder zum Eiersuchen nach draußen schicken und sich drinnen in der warmen Wohnung ins Fäustchen lachen, weil man der Osterhase gar nichts versteckt hat. Oder, also falls man der Osterhase etwas versteckt hat, kann man bei der Suche immer kalt (heiß) und heiß (kalt) sagen oder die versteckten Ostereier in Mäusefallen legen (die Fallen am Besten mit Grasbüscheln oder Laub abdecken) und wenn das Ei dann gefunden wird – also es gibt wirklich tausend Möglichkeiten sich diesen Ostersonntag zu versüßen. Bei mir in der Familie wird es heute allerdings wie jedes Jahr sein: Wir veranstalten die Suche ja immer in einer öffentlichen Grünanlage nach Altberliner Art. Jedes Familienmitglied bekommt ein paar Tütchen (früher verwendete man Einkaufsnetze) und dann verteilen sich alle und suchen nach Hundehaufen. Wer einen gefunden hat, darf ihn wegräumen. Diese Tradition verbessert den Zustand der Parks, enthält kaum Zucker und ist nicht schlecht für die Zähne. Nach unserer heiteren Suche wird sich meine Familie heute Nachmittag vor dem Radio versammeln und ab 16 Uhr der Sendung Auslesen lauschen, denn dort bin ich zu Gast, lese Geschichten und erzähle Unsinn. Frohe 1. Ostern!

Ttip für heute: 16 Uhr Radio auf 91,0 MHz (Antenne), 92,6 MHz (Kabel) stellen oder in den Leifstriem gesurft

Ttip für die Zukunft: Darauf warten, dass der 1. April auf Freitag den 13. fällt

1. April 2018
Ei, Ei, Käpt’n

Gewusst wie

Manchmal frage ich mich ja schon, also häufig vor und nach Umzügen, warum ich so viele Schallplatten besitze und ob das denn sein muss. Schallplatten sind groß, passen in keinen mir bekannten CD-Player, von USB will ich gar nicht erst anfangen und dann ist da ja auch noch dieses große Regal in welchem die Platten ihr Dasein fristen. Wie geräumig das Zimmer ohne dieses Regal wäre. Was man mit dem Platz alles anfangen könnte. Zum Beispiel ein anderes Regal hinstellen oder eine Kommode. Aber, und jetzt kommt’s: Ein mit Schallplatten gefülltes Schallplattenregal lässt sich prima zum Wäscheständer umfunktionieren, ganz einfach indem man eine Hand voll Platten etwas herauszieht und ein Wäschestück darüber hängt. Schutzhüllen für die Schallplatten sind auf Grund des Kontaktes der Plattenhülle mit feuchten Wäschestücken empfehlenswert.

Ttip für wenn die Wäsche trocken ist: Heute 20:30 Uhr, Die Brauseboys mit u. a. mir als Gast

22. März 2018
Gewusst wie